Wachstum aus dem Bestand: Wie Predictive Analytics den Vertrieb im Großhandel messbar stärkt

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Nutzen Sie das Potenzial Ihrer Bestandskunden. So stärkt Predictive Analytics den Vertrieb im Großhandel messbar und steigert den Umsatz nachhaltig.
Viele Großhändler setzen Wachstum mit Expansion gleich. Neue Standorte, Investitionen in Marketing oder die Einführung zusätzlicher Vertriebskanäle stehen oft ganz oben auf der Agenda. Was dabei häufig übersehen wird: Ein großer Hebel für nachhaltiges Wachstum liegt oft direkt im Bestand.
Bestehende Kundendaten enthalten ein enormes Potenzial, das mit moderner Datenanalyse gezielt aktiviert werden kann.
Der Einsatz von KI-basierter Predictive Sales Analytics ermöglicht es, vorhandene Kundenbeziehungen systematisch zu entwickeln, Margen zu sichern und Umsätze zu steigern. Und das, ohne zusätzliche Ressourcen im Vertrieb aufzubauen oder teure Großprojekte zu starten.
Wachstumsbremse im Großhandel: Potenziale, die ungenutzt bleiben
Die Rahmenbedingungen im Großhandel haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Kundenanforderungen steigen, der Wettbewerbsdruck nimmt zu und Margen geraten zunehmend unter Druck. Vertriebsteams reagieren darauf häufig mit höherer Aktivität. Mehr Termine, mehr Angebote, mehr Gespräche. Das Problem: Mehr Aktivität bedeutet nicht automatisch mehr Wirkung.
Viele Großhändler arbeiten mit einem Vertriebsmodell, das auf breiter Bearbeitung des Kundenstamms basiert. Dadurch werden Ressourcen nicht dort eingesetzt, wo das größte Potenzial liegt, sondern verstreut. Hinzu kommt, dass abwanderungsgefährdete Kunden oft zu spät erkannt werden. Preisverhandlungen erfolgen nicht selten auf Basis von Erfahrung und Intuition, was unnötige Rabatte zur Folge hat. Gleichzeitig bleiben Cross-Selling-Potenziale ungenutzt, obwohl sie in den vorhandenen ERP-Daten längst sichtbar wären.
Diese Blindstellen im Bestand wirken wie eine Wachstumsbremse. Während hohe Umsätze erzielt werden, bleibt die Marge auf der Strecke. Dabei könnte genau dieser Teil des Geschäfts mit den richtigen Daten und Werkzeugen gezielt gestärkt werden.
Warum Bestandspotenzial der effizienteste Wachstumspfad ist
Die Gewinnung neuer Kunden ist teuer und zeitaufwendig. Laut verschiedenen Studien kostet es fünf- bis siebenmal mehr, einen neuen Kunden zu akquirieren als einen bestehenden Kunden zu halten oder weiterzuentwickeln. Für mittelständische Großhändler ist der Bestand daher ein stabiler Wachstumsmotor, der leider häufig unterschätzt wird.
Eine Predictive Sales Software kann genau hierbei helfen. Sie liefert Antworten auf zentrale Fragen: Welche Kunden bieten aktuell das größte Cross-Selling-Potenzial? Welche Kunden sind gefährdet abzuwandern und sollten priorisiert angesprochen werden? Und an welchen Stellen können Preisentscheidungen so getroffen werden, dass Marge gesichert und Verhandlungspositionen gestärkt werden?
Die Analyse dieser Informationen führt dazu, dass Vertriebsteams ihre Zeit dort investieren, wo sie den größten Effekt erzielen können. Wachstum entsteht nicht mehr durch Streuung, sondern durch Fokussierung.
Predictive Analytics als operativer Hebel im Tagesgeschäft
Lange Zeit galt der Einsatz von KI-basierten Vertriebsanalysen als komplex und kostspielig. Heute zeigt die Praxis ein anderes Bild. Gerade mittelständische Großhändler profitieren von schnell verfügbaren, operativen Handlungsempfehlungen, die auf ihren bestehenden Daten basieren und ohne komplizierte IT-Projekte implementiert werden können.
Predictive Sales Analytics unterstützt den Vertrieb dabei, Kunden systematisch nach Potenzial zu priorisieren. Wer heute genau weiß, welche Kundengruppen den größten Deckungsbeitrag versprechen, kann Vertriebsressourcen gezielt und effizient einsetzen.
Auch die gezielte Identifikation von Cross- und Upselling-Chancen ist ein zentraler Anwendungsfall. Durch die Analyse des Kaufverhaltens lassen sich Muster erkennen, die Hinweise auf Produkte geben, die ein Kunde mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls gebrauchen kann. So können Vertriebsteams konkrete Empfehlungen aussprechen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die frühzeitige Erkennung von Abwanderungsrisiken. Wenn Signale rechtzeitig sichtbar werden, lassen sich gefährdete Kunden proaktiv ansprechen und Rückgewinnungsmaßnahmen einleiten, bevor Umsatz verloren geht. Ergänzt wird dies durch datenbasierte Preisempfehlungen, die für mehr Sicherheit in Verhandlungen sorgen und unnötige Rabatte vermeiden helfen.
Alle diese Anwendungsfälle beruhen auf den bereits im ERP vorhandenen Daten. Zusätzliche Datensammlungen oder komplizierte Systemwechsel sind nicht erforderlich.
Direkter Business-Impact: Wachstum, Marge und Effizienz
Der Effekt dieser Herangehensweise ist in der Praxis deutlich messbar. Unternehmen, die Predictive Analytics einsetzen, erzielen mehr Umsatz pro Kunde, sichern ihre Margen durch fundiertere Preisentscheidungen und nutzen ihre Vertriebszeit effizienter. Sie setzen nicht mehr auf die Hoffnung, dass mehr Aktivität automatisch mehr Umsatz bedeutet, sondern steuern ihr Geschäft gezielt auf Basis objektiver Daten.
Die Wirkung dieser Maßnahmen unterscheidet sich wesentlich von klassischen Wachstumsstrategien wie der Eröffnung neuer Standorte oder groß angelegten Marketingkampagnen. Predictive Sales Analytics greift direkt im operativen Tagesgeschäft und entfaltet seine Wirkung innerhalb kurzer Zeit.
Alltagsszenario: Das typische Montagmorgen-Problem
Montagmorgen im Vertrieb eines Großhändlers: Das Postfach ist voll, Telefonate laufen, das ERP zeigt offene Angebote. Vertriebsteams arbeiten konzentriert, aber in der Praxis oft reaktiv. Sie beantworten Anfragen, erstellen Angebote und lösen kurzfristige Probleme.
Das ist verständlich, denn der Alltag im Großhandel ist schnell, dicht und operativ getrieben. Doch wer nur reagiert, lässt Potenzial liegen. Denn wenn der Kunde bereits aktiv ist, hat er häufig schon Preise verglichen und Alternativen geprüft. Das reduziert Spielräume für den Vertrieb.
Predictive Analytics kann diesen Kreislauf nicht vollständig ersetzen, aber gezielt erweitern. Neben den laufenden Anfragen erhalten Vertriebsteams klare Hinweise, wo zusätzliche Chancen entstehen: Kunden mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit, Produkte mit hohem Cross-Selling-Potenzial, gefährdete Accounts, die aktiv angesprochen werden sollten.
Das bedeutet nicht, dass der Vertrieb plötzlich keine Anfragen mehr bearbeitet. Aber ein Teil der Energie fließt in Aktivitäten, die vor der Anfrage passieren. Dadurch entstehen mehr Gestaltungsspielraum, bessere Margen und weniger Preisdruck. Das Ergebnis ist zwar kein 100 % proaktiver Vertrieb, aber ein strategisch erweiterter. Schritt für Schritt.
Einfache Umsetzung und große Wirkung
Viele Verantwortliche im Großhandel verbinden den Einsatz von KI und Predictive Analytics mit aufwendigen IT-Projekten und hohen Investitionen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Bestehende ERP-Daten genügen in der Regel, um schnell einsatzfähige Analysen zu erstellen. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen eine einfache Integration und die ersten Ergebnisse sind oft bereits nach wenigen Wochen sichtbar.
Predictive Analytics ist kein abstraktes Strategiekonzept, sondern ein konkreter Hebel zur Steigerung der Vertriebsleistung.
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Fazit: Wachstum liegt oft direkt vor der Haustür
Großhändler investieren viel Energie in die Suche nach neuen Umsatzquellen. Dabei wird häufig übersehen, dass das größte Potenzial in den eigenen Daten und Kundenbeziehungen liegt. Wer den Bestand systematisch analysiert und gezielt bearbeitet, kann Umsatz und Marge nachhaltig steigern.
Predictive Sales Analytics schafft die Grundlage für einen fokussierten und wirkungsvollen Vertrieb. Wachstum entsteht nicht durch Zufall, sondern durch die intelligente Nutzung des Bestehenden.
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Literaturnachweis:
McKinsey & Company – The State of AI in 2024
PwC – Mittelstandsmonitor 2024
Bitkom – Digital Office Index 2024
Harvard Business Review – Artikel zu datengetriebenem Vertrieb
Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen – Branchenstatistiken